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Haushaltsgeräte

Router Stromverbrauch: Was kostet WLAN im Dauerbetrieb?

Wie viel Watt ein WLAN-Router zieht, was der Dauerbetrieb pro Monat und Jahr kostet und welche Einstellungen den Verbrauch tatsächlich senken.

Redaktion Stromkostenrechners.de

Ein WLAN-Router zieht je nach Modell und Ausstattung etwa 6 bis 18 Watt. Im Dauerbetrieb über 8.760 Stunden ergibt das rund 53 bis 158 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,34 €/kWh kostet der Router damit etwa 18 bis 54 Euro im Jahr oder 1,50 bis 4,50 Euro im Monat.

Der Router fällt in der Stromrechnung auf, weil er als eines der wenigen Geräte 24 Stunden am Tag läuft. Seine geringe Leistungsaufnahme wird durch 8.760 Betriebsstunden multipliziert.

Wie viel Watt hat ein Router?

Die Spanne ist groß, weil moderne Geräte weit mehr sind als reine WLAN-Zugangspunkte. Modem, Telefonanlage, USB-Anschlüsse und mehrere Funkbänder laufen mit.

GerätetypTypische LeistungsaufnahmeVerbrauch pro JahrKosten pro Jahr
Einfacher DSL-Router, ältere Generation6 bis 9 W53 bis 79 kWh18,00 bis 26,80 €
DSL-Router mit Telefonie und WLAN9 bis 12 W79 bis 105 kWh26,80 bis 35,70 €
Aktuelles Kombigerät mit Wi-Fi 6 oder 712 bis 18 W105 bis 158 kWh35,70 bis 53,70 €
Glasfaser-Router mit ONT11 bis 16 W96 bis 140 kWh32,80 bis 47,70 €
Kabelrouter10 bis 16 W88 bis 140 kWh29,80 bis 47,70 €

Annahmen: Dauerbetrieb über 8.760 Stunden, aktives WLAN, mehrere verbundene Geräte, 0,34 €/kWh. Spitzenwerte unter hoher Last liegen kurzzeitig darüber.

Eine pauschale Wattzahl für eine Herstellerreihe gibt es nicht. Innerhalb einer Produktfamilie unterscheiden sich Modelle je nach Funkstandard und Ausstattung deutlich. Verlässlich sind nur das Datenblatt des konkreten Modells oder eine eigene Messung.

Stromkosten berechnen: ein vollständiges Beispiel

Ein Haushalt betreibt ein Kombigerät mit gemessenen 12 Watt rund um die Uhr.

  1. Verbrauch pro Tag: 12 × 24 ÷ 1.000 = 0,288 kWh
  2. Verbrauch pro Woche: 0,288 × 7 = 2,016 kWh
  3. Jahresverbrauch: 0,288 × 365 = 105,12 kWh
  4. Kosten pro Jahr: 105,12 × 0,34 = 35,74 Euro
  5. Kosten pro Monat: 35,74 ÷ 12 = 2,98 Euro

Ein Gerät mit 18 Watt kommt bei gleicher Nutzung auf 157,68 kWh und 53,61 Euro im Jahr. Die Differenz von rund 18 Euro entspricht dem Jahresverbrauch mancher Kleingeräte insgesamt.

Mit dem Stromkostenrechner rechnen Sie das mit der Wattzahl Ihres eigenen Geräts und Ihrem eigenen Strompreis durch. Tragen Sie 24 Betriebsstunden und sieben Tage pro Woche ein.

Jahreskosten nach Leistungsaufnahme

LeistungsaufnahmekWh pro TagKosten pro MonatKosten pro Jahr
6 W0,144 kWh1,49 €17,88 €
9 W0,216 kWh2,23 €26,81 €
12 W0,288 kWh2,98 €35,74 €
15 W0,360 kWh3,72 €44,68 €
18 W0,432 kWh4,47 €53,61 €

Annahmen: Dauerbetrieb, 365 Tage, 0,34 €/kWh.

Was den Verbrauch beeinflusst

Funkstandard und Bänder

Wi-Fi 6 und Wi-Fi 7 arbeiten mit breiteren Kanälen und mehr Antennen. Das erhöht die Grundlast gegenüber älteren Standards. Ein Gerät, das gleichzeitig auf 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz funkt, zieht mehr als eines mit nur zwei Bändern.

Wer das 6-GHz-Band nicht nutzt, kann es in den Einstellungen abschalten. Der Effekt liegt je nach Gerät bei ein bis drei Watt.

Integriertes Modem

Ein reiner Router ohne Modem verbraucht weniger als ein Kombigerät, das zusätzlich die DSL-, Kabel- oder Glasfaserverbindung terminiert. Bei Glasfaser kommt oft ein separates ONT hinzu, das eigene zwei bis vier Watt zieht.

Telefonanlage und DECT

Die integrierte Telefonanlage mit DECT-Basisstation läuft dauerhaft mit. Wer keine Schnurlostelefone nutzt, kann DECT abschalten und spart je nach Gerät ein bis zwei Watt.

Angeschlossene USB-Geräte

Eine USB-Festplatte am Router läuft mit, solange sie nicht in den Ruhezustand geht. Externe 2,5-Zoll-Festplatten ziehen im Betrieb 2 bis 5 Watt, 3,5-Zoll-Platten mit eigenem Netzteil deutlich mehr. Ein USB-Drucker im Bereitschaftsmodus kommt ebenfalls hinzu.

Zahl der verbundenen Geräte

Der Einfluss ist kleiner als oft vermutet. Zwischen fünf und dreißig verbundenen Geräten liegen meist nur ein bis zwei Watt. Datenverkehr hebt die Aufnahme kurzzeitig an, im Tagesmittel fällt das kaum ins Gewicht.

Repeater und Mesh-Systeme

Jeder zusätzliche Access Point ist ein eigenes Gerät im Dauerbetrieb. Ein Repeater zieht 4 bis 8 Watt, ein Mesh-Knoten 6 bis 12 Watt.

AufbauSumme LeistungsaufnahmeKosten pro Jahr
Router allein12 W35,74 €
Router plus 1 Repeater18 W53,61 €
Router plus 2 Mesh-Knoten30 W89,35 €
Router, ONT, 2 Mesh-Knoten, NAS55 W163,81 €

Annahmen: Dauerbetrieb, 365 Tage, 0,34 €/kWh, NAS mit einer Festplatte im Leerlauf.

Ein Mesh-System kostet damit leicht so viel wie ein Kühlschrank. Prüfen Sie, ob alle Knoten wirklich gebraucht werden.

WLAN nachts abschalten: lohnt das?

Die meisten Router bieten eine Zeitschaltung für das WLAN. Sie schaltet das Funkmodul ab, das Gerät selbst bleibt an.

Der Effekt ist überschaubar. Das WLAN-Modul macht je nach Gerät zwei bis fünf Watt der Gesamtaufnahme aus. Acht Stunden Abschaltung pro Nacht sparen also:

  • bei 3 Watt: 3 × 8 × 365 ÷ 1.000 = 8,76 kWh und rund 2,98 Euro im Jahr
  • bei 5 Watt: 5 × 8 × 365 ÷ 1.000 = 14,60 kWh und rund 4,96 Euro im Jahr

Wer den Router komplett vom Netz nimmt, spart mehr, verliert aber Telefonie, Smart-Home-Anbindung, Updates und Aufnahmen von Netzwerkgeräten. Für die meisten Haushalte ist das kein sinnvoller Tausch für wenige Euro.

Die WLAN-Zeitschaltung hat einen zweiten Grund, der oft wichtiger ist als die Ersparnis: weniger Funkverkehr in Schlafräumen.

Der Router im Netzwerkverbund

Der Router ist selten das einzige Gerät, das dauerhaft läuft. Erst die Summe ergibt den tatsächlichen Posten in der Stromrechnung.

GerätLeistungsaufnahmeKosten pro Jahr
Router12 W35,74 €
ONT bei Glasfaser3 W8,94 €
Mesh-Knoten je Stück8 W23,83 €
Netzwerkswitch, 8 Ports5 W14,89 €
NAS mit zwei Festplatten20 bis 35 W59,57 bis 104,24 €
Smart-Home-Zentrale3 bis 6 W8,94 bis 17,87 €
Überwachungskamera je Stück4 bis 8 W11,91 bis 23,83 €

Annahmen: Dauerbetrieb über 8.760 Stunden, 0,34 €/kWh.

Ein durchschnittlich ausgestattetes Heimnetz mit Router, zwei Mesh-Knoten, Switch und Smart-Home-Zentrale kommt damit auf rund 35 Watt Dauerlast und etwa 104 Euro im Jahr. Ein NAS verdoppelt diesen Wert schnell.

Die Konsequenz: Wer beim Netzwerk sparen will, prüft nicht den Router allein, sondern die gesamte Kette. Ein NAS mit Festplatten-Ruhezustand und ein Switch, der ungenutzte Ports abschaltet, bringen mehr als jede Router-Einstellung.

Datenverkehr und Lastspitzen

Die Leistungsaufnahme eines Routers schwankt im Betrieb. Bei intensivem Datenverkehr, etwa während eines großen Downloads oder eines Videostreams in hoher Auflösung, steigt sie kurzzeitig an.

In der Praxis fällt das kaum ins Gewicht. Zwischen Leerlauf und Volllast liegen bei den meisten Geräten zwei bis fünf Watt. Über einen Tag gemittelt bewegt sich der Unterschied im Bereich weniger Cent.

Deutlich stärker wirken dauerhafte Zustände. Ein Router, der als Medienserver für eine angeschlossene Festplatte arbeitet, hält diese Platte am Laufen. Eine 3,5-Zoll-Festplatte mit eigenem Netzteil zieht dabei 6 bis 12 Watt rund um die Uhr, also 18 bis 36 Euro im Jahr zusätzlich.

Deshalb ist die Messung über 24 Stunden aussagekräftiger als ein einzelner Blick auf die Momentanleistung.

Der Router beim Anbieterwechsel

Viele Verträge enthalten ein Mietgerät. Beim Wechsel oder bei einem Upgrade lohnt der Blick auf die Leistungsaufnahme im Datenblatt, nicht nur auf die Datenrate.

Zwischen einem sparsamen Gerät mit 8 Watt und einem gut ausgestatteten Kombigerät mit 18 Watt liegen rund 30 Euro im Jahr. Über eine typische Vertragslaufzeit von zwei Jahren sind das 60 Euro, die in keinem Tarifvergleich auftauchen.

Wer die volle Ausstattung nicht braucht, etwa weil Telefonie über das Mobilfunknetz läuft und keine Schnurlostelefone im Einsatz sind, fährt mit einem einfacheren Gerät sparsamer.

Verbrauch selbst messen

Der Router hängt an einer normalen Steckdose, deshalb ist die Messung einfach.

  • Messgerät zwischen Steckdose und Netzteil stecken
  • die momentane Leistungsaufnahme im Normalbetrieb ablesen
  • über 24 Stunden messen, um Schwankungen durch Datenverkehr auszugleichen
  • den kWh-Wert durch 24 teilen und mit 1.000 multiplizieren, um die mittlere Wattzahl zu erhalten

Beispiel: 0,29 kWh in 24 Stunden ergeben 0,29 ÷ 24 × 1.000 = 12,08 Watt.

Messen Sie das Netzteil mit, denn es hat einen eigenen Wirkungsgrad. Der Wert am Messgerät ist die tatsächlich aus der Steckdose entnommene Leistung und damit die Zahl, die auf Ihrer Rechnung landet.

Stromkosten senken: was beim Router wirkt

  • Nicht genutzte Funkbänder abschalten. Wer kein 6-GHz-Gerät besitzt, braucht das Band nicht.
  • DECT deaktivieren, wenn keine Schnurlostelefone im Haushalt sind.
  • Repeater hinterfragen. Ein zusätzlicher Access Point kostet dauerhaft 15 bis 25 Euro im Jahr. Oft hilft ein besserer Standort des Routers mehr.
  • USB-Geräte trennen. Eine dauerhaft angeschlossene Festplatte verdoppelt schnell den Verbrauch.
  • WLAN-Zeitschaltung nutzen, wenn nachts ohnehin niemand online ist.
  • Beim Neukauf auf das Datenblatt schauen. Die Leistungsaufnahme steht in den technischen Daten, häufig getrennt für Leerlauf und Volllast.

Ein Gerätetausch allein wegen des Verbrauchs lohnt selten. Neuere Modelle mit mehr Funkstandards ziehen häufig mehr als ihre Vorgänger, nicht weniger.

Häufige Fragen

Was kostet ein Router im Jahr?

Bei 12 Watt Dauerbetrieb und 0,34 €/kWh sind das rund 105 kWh und damit etwa 36 Euro im Jahr. Ein sparsames Gerät mit 6 Watt liegt bei rund 18 Euro, ein aktuelles Kombigerät mit 18 Watt bei rund 54 Euro.

Wie viel Watt braucht ein WLAN-Router?

Je nach Modell und Ausstattung 6 bis 18 Watt. Reine Router ohne Modem liegen am unteren Ende, aktuelle Kombigeräte mit Telefonanlage, mehreren Funkbändern und USB-Anschlüssen am oberen. Der exakte Wert steht im Datenblatt des Modells.

Spart es Strom, den Router nachts auszuschalten?

Nur wenig. Die WLAN-Zeitschaltung spart je nach Gerät rund 3 bis 5 Euro im Jahr. Ein vollständiges Trennen vom Netz spart mehr, kostet aber Telefonie, Updates und Smart-Home-Funktionen.

Verbrauchen viele verbundene Geräte mehr Strom?

Kaum. Zwischen wenigen und mehreren Dutzend verbundenen Geräten liegen meist ein bis zwei Watt. Deutlich stärker wirken zusätzliche Repeater, Mesh-Knoten und USB-Geräte am Router.

Verbraucht ein Repeater viel Strom?

Ein Repeater zieht 4 bis 8 Watt im Dauerbetrieb, das sind rund 12 bis 24 Euro im Jahr. Ein Mesh-Knoten liegt bei 6 bis 12 Watt und damit bei 18 bis 36 Euro. Bei mehreren Knoten summiert sich das schnell.

Weiterrechnen

Router, Fernseher und Spielkonsole bilden zusammen die Dauerlast im Wohnzimmer. Die Zahlen dazu stehen in den Beiträgen Fernseher Stromverbrauch und Gaming-PC Stromverbrauch.

Mit dem Stromkostenrechner berechnen Sie die Kosten Ihres Routers mit der gemessenen Wattzahl, 24 Betriebsstunden und Ihrem eigenen Strompreis.

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